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Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 22

Einige Muster des 19. Jahrhunderts feierten einen länderübergreifenden Erfolg. Dieses, das die badische Lehrfrau hier “Pfauenschweif” betitelt und Cornelia Mee als Pretty Feather Pattern bezeichnete, wenngleich es bei ihr etwas orgiastischer angelegt wurde, ist uns bis heute in zahlreichen Varianten erhalten geblieben.

Hier über 51 Maschen und 36 Reihen



Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 21

Die badische Lehrfrau gönnt ihren Schützlingen hier eine Atempause: Dieses Muster erfordert so gut wie keine Aufmerksamkeit und eignet sich daher auch für uns für jene Abende, an denen es am besten “mindless” gehen soll. Das Ergebnis aber verrät in keiner Weise, wie einfach die Ausführung doch ist. Dieses Muster sollte nicht mit allzu dünnen Materialien gestrickt werden. Im Gegenzug gewinnt es durch moderne dickere Garne an Ausdrucksstärke.

Hier über 52 Maschen und 36 Reihen



Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 20

Für Feststricker ist dieses Muster nicht unbedingt ein Vergnügen, und manche der Schülerinnen unserer badischen Lehrfrau wird diese Übung sicher mit eingeschränkter Begeisterung absolviert haben. Das Ergebnis ist ein Klassiker, der nicht zuletzt in modernen Schals Verwendung finden kann.

Hier über 48 Maschen und 34 Reihen



Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 19

Pädagogisch betrachtet bildet dieses Muster das Ende eines Abschnittes: Es faßt alle Techniken zusammen, die die Schülerinnen bisher gelernt hatten und kombiniert sie zu einer nicht ganz so einfachen Übung. Vielleicht sollte sich daraus Klausur- oder Prüfungsmaterial ergeben?
Auch wenn ich immer versuche, die Muster so unparteiisch wie möglich vorzustellen, muß ich hier meine altbewährte Neutralität verlassen, denn dieses gehört zu meinen absoluten Lieblingsmustern. Es ist raffiniert, delikat, elegant und schlicht zugleich und verdient es ganz sicher, mit besonderen Materialien zu edlen Strickwerken verarbeitet zu werden. Leider werden die Fotos seiner Schönheit zugegebenermaßen nicht gerecht.

Hier über 51 Maschen und 40 Reihen



BC Garn Alba

Mein zweiter Ausflug durch die Welt der BC Garne führte mich zu Alba, einem Sommermaterial aus 100 % organischer Baumwolle. Ich möchte mich hier nicht an der Debatte um die Richtigkeit dieses Begriffs beteiligen und lasse ihn einfach so stehen, wie er auf der Banderole angegeben wird. Ich schien jedenfalls besonderes Glück zu haben, denn ich fand Alba in einer meiner Lieblingsfarben, einem perfekt reinen Korallenton (Farbe 06).
Das wunderschöne, feste und einwandfrei gewickelte Knäuel verriet eine trockene und frische Haptik, und obwohl ich auf den Faden sehr neugierig war, konnte ich mich zunächst nicht überwinden, die Banderole abzunehmen und erste Maschen anzuschlagen. Dies allerdings erwies sich als unglaubliches Vergnügen. Der glatte, matte und festverzwirnte Faden belohnt mit feinen, elastischen und zugleich sehr regelmäßigen Maschen. Bei einer Lauflänge von 160 m/50 g ist die empfohlene Nadelstärke von 3 bis 3,5 für Feststricker angemessen, Lockerstricker sollten aber über einen kleineren Nadelstärkenbereich nachdenken. Diese Lauflänge bietet den Vorteil eines geringen Verbrauchs, was für Sommerkleidung nicht unerheblich ist.
Das Gestrick fühlt sich federleicht und kühl an und könnte sogar diejenigen bekehren, die der Meinung sind, daß Strick und Sommer nicht zusammenpassen.
Alba ist ein extrem vielseitiges Material, kann Struktur-, Patent-, Loch- oder Glattrechtsmuster gleichermaßen unterstützen und kann für sportliche bis elegante Modelle – für alle Geschlechter und Altersklassen - verwendet werden. Die Farbpalette ist hervorragend gewählt und qualitativ sehr hochwertig. Zu nennen ist noch der erschwingliche Preis von 4,50 € - angesichts der gebotenen Qualität ein regelrechtes Schnäppchen.

Die beiden oberen Proben sind ungewaschen.






Meine Meinung:




Pröbchen wie immer auf Anfrage :-)

Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 18

Was ein einfaches Rippenmuster sein könnte, wird durch Säulen kleiner Löcher unterbrochen, die von leicht gewellten Rändern gesäumt sind. Dieses Muster läßt sich wunderbar mit glattrechts gestrickten Partien oder Rippenmuster kombinieren.

Hier über 50 Maschen und 31 Reihen



Meine Garnrezensionen werden immer zahlreicher und offenbar immer beliebter. In meinen Artikeln bemühe ich mich immer um die größtmögliche Objektivität, aber oft schreiben mich Leserinnen an und fragen mich, ob ich ein bestimmtes Garn empfehlen würde oder zwischen welchen Garnen ich welche aussuchen würde. So habe ich für Euch eine neue Seite eingerichtet: Unter “Garne des Jahres” könnt Ihr eine ständig aktualisierte Tabelle der Garne finden, die ich besonders gern gestrickt habe und die ich auf jeden Fall kaufen würde.
Natürlich hat die Sache einen kleinen Schönheitsfehler: Ich probiere nicht jedes Jahr ein Material aus derselben Kategorie. Aber nun: Nichts ist vollkommen …

Parallel dazu schrieb mich Leserin Dani diese Woche an und machte mich darauf aufmerksam, daß es etwas schwierig sei, bestimmte Garnrezensionen in meinem Blog zu finden, und schlug vor, eine Liste nach Herstellern und Garnen einzuführen, von der Links direkt zur jeweiligen Rezension führen. Dieser Bitte komme ich gerne nach: Hier geht es also zur Liste der Garnrezensionen

Lopi Léttlopi

Meine Leserin Chaluda bat mich, den Garnklassiker der isländischen Marke Lopi zu rezensieren, und schickte mir hierzu ein Knäuel in der Farbe 9426.
Léttlopi besteht aus 100 % Schurwolle, und die Haptik am Knäuel ist im ersten Moment sehr kratzig. Durch die langen und harten Härchen scheint der dochtgarnähnlich locker verzwirnte Faden klettartig am Knäuel zu haften und ist sehr unelastisch. Die Banderole empfiehlt bei einer Lauflänge von 100 m/50 g einen Nadelstärkenbereich von 4 bis 5 mm, was nicht zu hoch gegriffen ist.
Schon beim Maschenanschlag ist zu spüren, daß der Faden selbst auf Metallnadeln sehr schlecht gleitet. Es ist so, als würde man einen leicht stacheligen Bindfaden zu stricken versuchen. Wie bei Dochtgarnen auch löst sich der Faden beim nichtkontinentalen Anschlag auf und reißt. Wer also englisch anschlägt, sollte auf den Häkelanschlag zurückgreifen: Da das Garn absolut unelastisch ist, macht es hier keinen Unterschied und ist sehr hilfreich. Die Pröbchen sind hier alle bis auf das erste mit Häkelanschlag ausgeführt worden. Ganz allgemein ist der Maschenanschlag auch unabhängig der Methode aufgrund des hohen Reibwiderstandes etwas mühsam.
Léttlopi ist kein Garn für Strickerinnen, die gern zügig stricken. Es erfordert viel Aufmerksamkeit, denn der Faden spaltet sich ständig der Länge nach mittig – und die Fadenspannung muß außerdem bewußt von Masche zu Masche reguliert werden. Für Anfänger ist dieses Material also nicht geeignet.
Trotz seiner Lauflänge kann dieses Garn getrost wie ein wesentlich dickeres behandelt werden. Es bleibt während des Strickens auffällig hart und kratzig und entspricht leider allen Vorurteilen, die einige gegen Schurwolle einwenden. Das Gestrick erinnert im Ergebnis an Garnqualitäten der 40er Jahre und bietet ein bäuerliches Maschenbild, das für Vintage-Modelle aus dieser Zeit sicher dienlich sein kann. Es ist stabil und bedingungslos bodenständig, aber störrisch und wenig wandelbar. Das Garn eignet sich für einfache Muster, wobei Mustermix mit Bedacht zusammengestellt werden sollten: Aufgrund der geringen Elastizität können glatt rechts gestrickte Teile ausbeulen, wenn sie zum Beispiel zwischen Perlmusterbereichen stehen. Außerdem verschlucken die Härchen die Muster fast vollständig.
Beim Waschen stellt sich noch einmal heraus, wie ursprünglich dieses Garn ist: Das Wasser perlt darauf ab und dringt kaum in die Faser ein. Auch nach dem Waschen kann das Gestrick nicht als bequem bezeichnet werden. Léttlopi ist weder für Strickerinnen mit zarten Händen noch für Träger mit empfindlicher Haut geeignet. Ebenso werden Lockerstricker hier wesentlich glücklicher als Feststricker.
Chaluda teilte mir übrigens mit, daß das Garn bei www.islandwolle.de zum Preis von 2,95 € zu erhalten ist. Dort ist auch die breitgefächerte und qualitativ hochwertige Farbpalette zu sehen. Witzigerweise wird im Shop eine andere Rechtschreibung verwendet als auf der Banderole … Übrigens: Wie der Zufall so will, hat auch Frau Projektmanagerin dieses Garn kürzlich vorgestellt.



Chaluda hat sich schon die beiden ersten Pröbchen gesichert. Die anderen sind noch zu haben.

Meine Meinung:




Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 17

Zum ersten Mal mußten die Schülerinnen bei einem Lochmuster einen Mustersatz von mehr als 10 Reihen bewältigen. Zum Ausgleich aber wurden nur zwei Reihen wirklich als Lochmusterreihen ausgearbeitet. Witzige Anekdote: Das Muster ist im Buch bebildert, allerdings wurde die Abbildung spiegelverkehrt eingefügt, oben und unten wurden vertauscht.

Hier über 50 Maschen und 38 Reihen



Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 16

In den Grenzbereich zwischen grafischen und floralen Aspekten führt uns dieses sehr einfach zu strickende Muster, das sich optisch schnell erschließt und daher selbst ungeübten Strickerinnen kaum Aufmerksamkeit abverlangt.

Hier über 51 Maschen und 36 Reihen




Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 15

Dieses Muster gehört zu denjenigen, die im Buch bebildert sind. Nachdem einfache und doppelte Umschläge ausreichend geübt werden konnten, begleitet die badische Lehrfrau ihre Schülerinnen nun durch das nächste Abenteuer und zeigt ihnen ,wie sich ein Umschlag vor und nach linken Maschen von einem Umschlag vor und nach rechten Maschen unterscheidet.
Je nach Garnwahl können hier entweder die grafischen Elemente, oder die tränenartige Struktur betont werden.

Hier über 51 Maschen und 42 Reihen



Traumjob!

Für viele ist Stricken in erster Linie die Herstellung von Kleidung.
Für mich ist es vor allem das Erfahren von Materialien und – daher auch vielleicht mein Interesse für die alten Muster – von Maschenkombinationen. Am liebsten würde ich alle Garne, die es auf der Welt gibt, einmal in jeder Farbe ausprobieren. Natürlich macht es mir Spaß, für meinen Mann und mich Pullover zu stricken, und ich würde uns sicher mit mehr Strickstücken ausstatten, wenn es finanziell möglich wäre, aber tatsächlich brauche ich das nicht unbedingt, um als Strickerin glücklich zu sein. Materialien und Muster zu entdecken, ist eher das, was ich unter Stricken verstehe, als das schnöde Berechnen einer Armkugel, das für mich in den Bereich “Schneidern und Nähen” gehört und mich genau wie Fragen der Paßform nicht im geringsten interessiert.

Vielleicht liegt es an der Art, wie ich das Stricken erlernt habe.
Den Wunsch, zu stricken, bekam ich bei einem Besuch bei einer Tante im Alter von 7 Jahren. Sie und meine Kusine arbeiteten gerade an einem Winterpullover, und ich fand es toll, wie sich die Nadeln bewegten und etwas Schönes dabei herauskam. Ich wollte das natürlich auch unbedingt können und ließ meine Mutter nicht mehr in Ruhe, bis sie aus den Untiefen eines Schranks ihre alten Stricknadeln und ein angefangenes, dreißig Jahre altes Knäuel herausholte. Meine Mutter, die eine Schneiderlehre absolviert hatte, das Stricken aber dafür umso mehr haßte - nicht zuletzt, weil sie schon nach einer halben Stunde davon Rückenschmerzen bekam -, hatte seit ihrer “Mädchenzeit” nicht mehr gestrickt, obwohl sie es wirklich sehr gut gekonnt hatte. Sie schlug ein paar Maschen für mich an, zeigte mir rechte Maschen, die ich erstmal üben sollte, und brachte mir bei, daß nur Kettenrand ein echter Rand sei und nur “Babys” und schlechte Strickerinnen den Rand anders stricken würden. Vermutlich hatte sie es selbst so gelernt und nie hinterfragt. Sie war überrascht, wie gut ich zurechtkam, brachte mir dann linke Maschen bei, und als das halbe Knäuel verstrickt war, war die Geschichte für sie erledigt. Für mich aber nicht, und ich ärgerte mich, daß ich nichts mehr zu stricken hatte. Das halbe Knäuel wurde also aufgeribbelt und verwandelte sich kurz darauf in einen Schal für eine Puppe, der mir aber aufgrund des häßlichen Grüns wenig gefiel. Belustigt erzählte meine Mutter bald ringsum von meiner Begeisterung fürs Stricken – ich hatte inzwischen auch das Häkeln entdeckt -. So bekam ich ab und zu von Bekannten und Nachbarn ein paar Wollreste, die nicht mehr gebraucht wurden, damit ich etwas auf den Nadeln haben konnte. Oft waren es nur ein paar Meter, mit denen man lediglich ein winziges Läppchen anfertigen konnte, aber es war mir egal. So lernte ich, wie unterschiedliche Materialien aussehen, sich anfühlen und reagieren. Zu diesem Zeitpunkt wußte ich nichts von Nadelstärken, denn meine Mutter hatte nur ein einziges Paar Nadeln in Stärke 3, und ich strickte von filigran bis superdick einfach alles damit. Eines Tages schloß ein Wollgeschäft in unserem Viertel, und über viele Umwege bekam ich eine kleine Mülltüte voller Reste, die mir damals aber riesig vorkam, und ich war selig. Eine Nachbarin, die gehört hatte, wie eifrig ich bei der Sache war, brachte mir von da an jede Woche die Strickbeilage aus ihrer Fernsehzeitung vorbei, bevor sie sie entsorgte und ich begann, Lochmuster und Zöpfe zu entdecken. Erst viele Jahre später schenkte mir meine Mutter ein paar Stricknadeln und Garn für meinen ersten Schal. Von da an strickte ich jedes Jahr in den Sommerferien einen Pullover für mich oder für sie, und auch Freundinnen gaben das eine oder andere Strickstück in Auftrag. Da wir uns aber nicht mehr als ein solches Kleidungsstück im Jahr leisten konnten, griff ich immer wieder auf die geschenkten Resten zurück, um Muster zu üben. Wie der Zufall wollte, eröffnete eine Freundin meiner Mutter ein Wollgeschäft, nachdem ihre erwachsenen Söhne das Nest verlassen hatten, und auch sie versorgte mich mit Resten – und seien sie noch so klein -, und ich strickte wohl alle Muster, die die Bücher aus der Stadtbücherei hergaben, bis die jeweilige Tüte aufgebraucht war. Dieses Ausprobieren, Ertasten und Erfassen blieb mir bis heute das liebste am Stricken.

Als ich neulich auf Tichiro erfuhr, daß die Firma Pascuali Teststrickerinnen sucht, meldete ich mich natürlich sofort, obwohl ich mir neben Tinas perfekter Stricktechnik kaum Chancen ausrechnete. Und doch wurde ich genommen und bekam am Samstag mein erstes Päckchen. Eine traumhafte Aufgabe! Das Bild unten vermittelt einen kleinen Vorgeschmack. An dieser Stelle möchte ich Herrn Pascuali noch einmal für sein Vertrauen danken. Ich freue mich riesig!

Kleidung und Wohnaccessoires bieten uns eine fast unendliche Anzahl an spannenden Strickprojekten. Doch ist mit Strick noch viel mehr möglich. Grußkarten etwa sind in vielfacher Hinsicht eine interessante Idee. Sie können einem selbstgestrickten Geschenk beiliegen, können dazu verwendet werden, einer strickbegeisterten Freundin zum Geburtstag zu gratulieren oder gute Besserung zu wünschen. Im Handarbeitsunterricht können sie zum Muttertag angefertigt werden, oder im Rahmen eines Schulbasars für eine Wohltätigkeitsaktion verkauft werden. Außerdem können Wollgeschäfte auf diese Weise neue oder ungewöhnliche Garne preiswert und attraktiv vorstellen.

Es gibt viele Wege, Strickgrußkarten zu gestalten. Wer zum Beispiel gerne mit filigranen Garnen arbeitet, kann eine Passepartout-Karte mit einem schönen Lace-Muster in ein kleines Meisterwerk verwandeln – so wie wir es ja von Stickereien kennen. Ist ein eher nicht ganz so traditioneller Stil gewünscht, kann aber auch auf andere Techniken zurückgegriffen werden. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich hier einige Anregungen und Tips zu diesem Thema geben – von abstrakt bis gegenständlich, von glamourös bis verspielt.

Die erste Reihe, die ich heute zeige, trägt den Titel “Limoger Emaillekunst“.
Für den Kartenhintergrund habe ich zunächst eine Maschenprobe einer weißen Wolle fotografiert und das Bild mit IrfanView und Paint.Net mit verschiedenen Funktionen (Helligkeit, Kontrast, Ölgemäldefilter) so lange verfremdet, bis ich die gewünschte Wirkung erzielt hatte. Das Bild darf schließlich nicht zu dominant sein. Teure Bildbearbeitungsprogramme sind hier nicht notwendig, Freeware-Versionen genügen völlig.
Als Material wählte ich das Aquarellpapier Gerstaecker Block No. 3: Es ist stabil genug, kann aber auch mit einem ganz normalen durchschnittlichen und nicht einmal besonders guten Inkjet-Drucker bedruckt werden und läßt sich perfekt falzen. Der hier gewählte Karton sollte nämlich eine ausreichende Grammatur haben, damit das Gewicht des Strickstücks ausgeglichen wird. Wer die Karte nicht mit Kugelschreiber, sondern mit Füller beschreiben möchte, sollte zusätzlich ein A5-Blatt eines normalen Briefpapiers als Einleger einplanen.
Ergänzende Papiere sind Maulbeerpapier, Bananenpapier, Seidenpapier und verschiedene Naturpapiere der Firma Gmund, von denen es im TextLoft immer Vorräte gibt.
Um dem Thema den erforderlichen Glanz zu verleihen, entschied ich mich für Panarea von Lang in der Farbe 062. Es ist ein glänzendes Effektbändchengarn, das ich vor Jahren gekauft hatte, um es mit einem schwarzen Angora zu verbinden, und von dem seinerzeit ein dreiviertel Knäuel übrigblieb. Kleine Mengenangabe an dieser Stelle: Aus einem Knäuel lassen sich etwa fünfzehn Karten herstellen. Grundsätzlich kann sich jeder etwas glänzende Bändchengarnrest eignen – für eine “Emaille”-Optik sollte es aber einen dezenten Farbverlauf aufweisen. Wichtig ist natürlich, daß Garn- und Papierfarben sich nicht beißen.
Zum Schluß noch ein Rat: Papiere und gestrickte Stückchen sollten mit doppelseitigem Klebeband und nicht mit Klebstoff befestigt werden: Einige Klebstoffe können selbst in kleinsten Mengen die Garnfarbe oder die Farbe besonders empfindlicher Papiere verändern.
Hier also das Ergebnis, Kartenformat B6:

















INFO: Limoger Emaille ist eine auf das Mittelalter zurückgehende Kunst, wobei die Emaillepigmente ausschließlich auf Kupfer aufgetragen werden, so daß ein besonders schillernder Glanz erzielt wird. Während bis zu Beginn der 1980er Jahre eher traditionelle Motive von den Kunsthandwerkern ausgeführt wurden, entwickelte sich diese Technik danach weiter und gibt heute, ähnlich wie die moderne Lackkunst, insbesondere abstrakten Farbführungen Raum.

NACHTRAG: Einige Leserinnen fragten mich nach den Herstellungskosten solcher Karten. Berücksichtigt man alle Papiere, das Garn, den Aquarellkarton, den dazugehörigen Briefumschlag, der gesondert gekauft werden muss, die benötigte Länge an doppelseitigem Klebeband, die Druckertonerkosten ergibt sich ein Kartenpreis von etwa 2,00 Euro, was also günstiger ist als manche Karten im Handel.
Für 12 Karten brauche ich übrigens insgesamt etwa 4 Stunden Arbeitszeit.

Ich bemühe mich zur Zeit, Garnmarken zu entdecken, mit denen ich bisher nicht gearbeitet habe. Zu dieser langen Liste gehört Artesano, und so bestellt ich bei Mylys ein Knäuel Merino Superwash. Um etwas Abwechslung ins Blog zu bringen, wählte ich die Farbe 1291. Es standen zwar auch andere Qualitäten dieser Marke zur Auswahl, aber ich wollte für den Anfang eine Garnsorte, die einen direkten Vergleich mit anderen Marken ermöglicht: Merino Superwash wird bei fast allen Herstellern angeboten, was eine Beurteilung erleichtert.

Das Knäuel erreichte mich in einem sehr schlechten Zustand, und in den tieferen Schichten stellte sich heraus, daß es nichts mit den Unwägbarkeiten des Transports zu tun hatte, sondern an der grundsätzlich katastrophalen Wicklung lag. Zudem war der Faden an zwei Stellen gerissen und nicht einmal verknotet worden. Vielleicht war es Zufall, aber es sollte dennoch erwähnt werden.
Die Haptik am Knäuel war modern und voluminös, der Faden erwies sich als sehr gut verzwirnt. Bei einer Lauflänge von 112 m/50 g wird auf der Banderole Nadelstärke 4 mm empfohlen, was mich zunächst skeptisch stimmte, denn das Material fühlt sich deutlich elastischer an, als es bei vergleichbaren Garnen der Fall ist. Ich entschied mich zunächst für 3,5 mm, wechselte später aber zu 4 mm. Hier ist anzumerken, daß keine Verschlechterung des Maschenbildes festzustellen war. Feststricker, die ihrem Gestrick mehr Geschmeidigkeit verleihen möchten, können bedenkenlos auf höhere Nadelstärken zurückgreifen.
Der Faden läßt sich gut ribbeln und leidet selbst bei sehr festem Gestrick nicht.
Das Strickergebnis ist weich und fest zugleich und kommt Strukturmustern entgegen. Artesano Merino Superwash ist ein eher sportliches Garn, das sich nicht zuletzt für Herrnkleidung, Wohnaccessoires und alltagstaugliche Modelle eignet. Trotz der luftpolsterartigen Haptik wirkt es eher bodenständig, und es strickt sich so unkompliziert und direkt, wie es sich gibt.
Die Farbpalette ist abwechslungsreich und modern.

Unterhalb der Linksmaschenreihe NS 3,5 mm, oben und bei dem zweiten Pröbchen 4 mm




Meine Meinung




Wie immer stelle ich die Pröbchen gern zur Verfügung.

Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 13 bis 14

Dieses Musterpaar folgt einer vertikalen, säulenartigen Struktur und bildet deshalb eine Art Einheit, wobei pädagogisch eine leichte Steigerung zu verzeichnen ist.
Mit dem Muster 13 werden die Schülerinnen zum ersten Mal mit doppelten Umschlägen konfrontiert. Da es allerdings nur über eine sich stets wiederholende Reihe ausgearbeitet wird, dürfte der Schwierigkeitssprung nicht zu groß gewesen sein. Bei dem Muster 14 ist die Maschenfolge identisch, allerdings besteht die dritte Reihe aus rechten Maschen.
Aus heutiger Sicht zeichnen sich beide Muster durch ihre Wandelbarkeit aus. In sehr feinen Garnen wirken sie delikat, mit dicken aktuellen Materialien trendig und sportlich.

Muster L13 über 51 Maschen und 30 Reihen



Muster L14 über 51 Maschen und 30 Reihen



Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 12

Wer sich hier an Viennoise erinnert fühlt, hat gar nicht so unrecht. Das Muster ist im Ansatz sehr ähnlich und wie Nr. 7 ein Klassiker des 19. Jahrhunderts.

Hier über 49 Maschen und 38 Reihen



Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 10 bis 11

Die Muster 10 und 11 stellen Varianten einer Maschenfolge dar und sind perfekt für Anfänger geeignet, denn sie sind extrem einfach zu stricken und effektvoll zugleich. Auch hier ist die Rückseite fast genauso reizvoll wie das eigentliche Muster. Interessant sind diese Muster auch deshalb, weil sie mit unterschiedlichsten Materialien ausgeführt werden können und in verschiedenen Qualitäten und Stärken sehr variabel und differenziert eingesetzt werden können.

Muster L10 über 47 Maschen und 34 Reihen



Muster L11 über 51 Maschen und 30 Reihen



BC Garn Allino

Meine Suche nach Sommergarnen führte mich zu Allino, mit dem ich zum ersten Mal ein Produkt der dänischen Marke BC Garn testete. Allino besteht aus 50 % Leinen und 50 % Baumwolle und zeigt schon am Knäuel alle Aspekte dieser ausgewogenen Mischung: Während das Knäuel in seiner Gesamtheit sehr weich wirkt, fühlt sich der Faden einzeln betrachtet eher hart und sehr plastisch an und mutet im ersten Moment ganz und gar unelastisch an.
Die Banderole empfiehlt für die Lauflänge von 125 m/50 g einen Nadelstärkenbereich von 3 bis 3,5 mm, was absolut realistisch ist. Der Faden ist perfekt verzwirnt und kann auch mit stumpferen Nadeln einwandfrei verarbeitet werden und läßt sich auch gut und beliebig oft aufribbeln. Allino ermöglicht ein genußvolles und entspanntes Stricken und bietet sogar extremen Feststrickern die Gelegenheit, lockeres Gestrick zu erleben, ohne auf eine einwandfreie Maschenbildqualität verzichten zu müssen. Dieses Garn ist für alle geeignet, die ein “wie gekauft”-Ergebnis erzielen möchten, und ist daher auch besonders anfängertauglich.
Allino ist nicht nur während des Strickens gelebte Leichtigkeit. Es ist ein unbegrenzt vielseitiges Material mit unzähligen Facetten und läßt alle Interpretationen zu, die das Stricken bieten kann: anspruchsvoll, elegant, lässig, sportlich, puristisch, romantisch …
Unterstützt wird diese Wandelbarkeit durch eine großzügige und äußerst schlüssig gestaltete Farbpalette aus 25 Farben, 5 Non-colours und 4 Farbverläufen.
Allino ist ein ideales Sommergarn und bei einem Preis von 4,95 € ein verführerischer Partner für viele Lieblingsstücke – auch für sanfte Babydecken. Die Baumwolle schmeichelt der Haut und der Leinenanteil sorgt dafür, daß Struktur und Festigkeit auch nach dem Waschen erhalten bleiben – ein rundum gelungenes Produkt.
Allino kann bei Mylys bezogen werden.

Muster aus alten Phildar-Heften (80er Jahre) – hier in einem zarten Mintgrün (33)






Meine Meinung




Und wie immer können die Pröbchen bestellt werden …

Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 9

Immer wieder streut die badische Lehrfrau Muster ein, die schon deshalb einfach zu stricken sind, weil sie nur aus einer tatsächlichen Reihe bestehen. Hier besteht der Mustersatz sogar nur aus fünf Maschen, so daß die Schülerinnen sich nur wenig merken mußten.
Dieses Muster eignet sich im übrigen nicht zuletzt für Schals, denn es ist auch auf der Rückseite sehr schön. Mich erinnert es an etwas

Hier über 47 Maschen und 38 Reihen


Rückseite

Strick-Musterstreifen in der Schule II
Kapitel: Löchle-Muster
Muster 8

Wer kann sich nicht vorstellen, daß Kinder an diesem Muster Spaß haben? Es ist verspielt, lustig, einfach zu stricken, und beflügelt im Ergebnis die Fantasie – was die beiden kleinen Löcher wohl darstellen? Sind es kleine freche Geister, die uns aus der Dunkelheit anstarren und Streiche spielen möchten? Neugierige Eulen?
Für uns ist es einmal mehr eine schöne Idee für Wohnaccessoires, Babydecken oder Kinderkleidung.

Hier über 50 Maschen und 40 Reihen


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