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Auch wenn Dinge, die das Stricken nicht betreffen, in diesem Blog normalerweise nichts zu suchen haben, möchte ich heute eine Ausnahme machen und hoffe, daß Ihr es mir nachsehen werdet.

Ich bin zur Zeit beruflich mit zahlreichen unterschiedlichen Projekten beschäftigt - darunter dem Aufbau meiner Facebook-Künstlerseite, der Planung und Vorbereitung mehrerer neuer Blogs, sowie einer Reihe von Textkunstprojekten. Ich werde daher einige Wochen nicht zum Stricken und nicht zum Strickbloggen kommen, denn all diese Vorhaben erfordern meine volle Aufmerksamkeit, ein hohes Maß an Konzentration … und sehr viele Arbeitsstunden. Das Blog bleibt natürlich bestehen - und selbstverständlich verschicke ich weiterhin auch die Pröbchen, solange welche noch da sind.

Auf Twitter könnt Ihr den Fortschritt der anderen Projekte verfolgen (es ist übrigens nicht nötig, dafür bei Twitter angemeldet zu sein, man muß nur auf https://twitter.com/textloft gehen.)
Vielleicht - allerdings nur, wenn Ihr es wünscht, und ich warte diesbezüglich auf Eure Kommentare - könnte ich auch ab und zu eine kurze Statusmeldung hier im Strickloft-Blog veröffentlichen.
Den Spendenbutton habe ich vorerst herausgenommen, damit niemand, der in dieser ruhigeren Phase hier spenden möchte, sich betrogen fühlt, wenn ich einige Zeit nicht schreibe.

Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Strickzeit und hoffe, daß Ihr mir weiterhin folgen werdet.

Regia ist eine der Marken, über die ich bisher nur theoretisch etwas wußte. In meiner Vorstellung war der Name nun einmal fest mit dem Begriff “Sockenwolle” verbunden – und da ich bekanntlich noch nie versucht habe, Socken zu stricken, war Regia nie ein Thema gewesen. Ich gebe zu, daß ich öfter mal darüber nachgedacht hatte, ich müßte mich doch irgendwann genauer damit beschäftigen. Es gab es immer anderes zu tun und so viele Materialien zu entdecken … Ich kam einfach nie dazu. In meinem Wunderpäckchen aber befand sich ein Knäuel Regia Silk in einem schönen dunklen Blauton.
Das Garn ist eine Zusammensetzung aus 55 % Merino-Wolle, 25 % Polyamid und 20 % Seide. Auf dem Papier bedeutet das eine sehr ausgewogene Verbindung von Weichheit und Komfort, Formbeständigkeit und Elastizität, und dazu hohe Wärmeeigenschaften.
Das Knäuel fühlt sich deutlich kühler an, als die Fasermischung es vermuten ließe. Die Haptik des Knäuels ist allerdings feuchter als die des einzelnen Fadens. Optisch ist die Seide gut zu sehen und verleiht dem Garn einen dezenten Schimmer.
Der empfohlene Nadelstärkenbereich von 2 bis 3 mm ist sehr klug gewählt und trägt der Faserzusammensetzung perfekt Rechnung. Das Garn ist sehr leicht zu verarbeiten, jedoch sollte ein wenig auf die Nadelqualität geachtet werden, denn der Faden kann sich spalten, wenn die Nadel nicht an der optimalen Stelle eingesetzt wird. Erst beim Stricken entwickeln sich die wärmenden Eigenschaften etwas mehr als am Knäuel, wobei sie zu einem großen Teil von der sehr erheblichen Lauflänge von 200 m/50 g wieder ausgeglichen werden. Das Maschenbild ist vorbildlich und trägt zu einem “wie maschinengestrickt”-Eindruck bei. Alle Muster kommen sehr gut heraus. Allerdings sollte hier unbedingt mit einer Maschenprobe gearbeitet werden, da die Elastizität sehr tückisch sein kann: Das Gestrick zieht sich extrem zusammen. Optisch ist der Seidenschimmer am fertigen Strickstück kaum noch merklich, verleiht der Farbe aber eine starke Leuchtkraft. Allgemein ist Regia Silk ein eher konservatives bis solides Garn, das gut mit klassischen Mustern und Modellen harmoniert. Es ist unbegrenzt alltagstauglich und angesichts des sehr geringen Verbrauchs bei einem durchschnittlichen Preis von 6,00 bis 7,00 €/50 g auch wirtschaftlich ein praktischer und vielseitiger Begleiter.
Bedauerlich ist die einseitige und sehr begrenzte Farbpalette , die für ein industriell gefertigtes Garn als erschreckend lieblos und nicht nachvollziehbar bezeichnet werden muss.

Probe 1: Glattrechts

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Probe 2: Schachbrettmuster

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Probe 3: Muster L4 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 4: Christians Schals

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Probe 5: Muster L7 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 6: Shetland Shawl, Cornelia Mee, S. 77 – diese Probe ist aber ein wenig kleiner.

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Lang Yarns Donegal

Tweed-Garne . ganz gleich, ob wir sie als fertige Stoffe oder Strickmaterialien erleben - sind ein typisches Stück Irland und verbinden uns mit unseren ursprünglichsten Vorstellungen dessen, was das Wesen der Grünen Insel ausmachen soll. So ist Donegal, das winzige Städtchen an der nördlichen Spitze des Landes, dessen auf irisch malerisch klingender Name „Festung der Fremden“ bedeutet, mittlerweile zum Symbol des Stoffes geworden, aus dem Strickerträume sein könnte. Mein Wunderpäckchen beschenkte mich mit einem Knäuel in einem stilechten Moosgrün (0097).
Ein wesentliches Merkmal von Tweed-Garnen ist ihre dochtgarnartige Struktur: Sie sind weich und nur bedingt ausgesponnen, was ihnen zum einen Charakter, zum anderen eine besondere Nachgiebigkeit verleiht. Im Gegenzug können sie extrem reißanfällig werden. Lang Yarns’ Donegal ist mit 190 m/50 g zudem dünner als die meisten Tweed-Garne anderer Marken, was die Reißfreudigkeit noch verstärkt. Bestimmte Methoden des Maschenanschlags sind hier ganz und gar unmöglich. Es sollte auch eingeplant werden, daß das Garn nicht zum Vernähen geeignet ist. Feststricker sollten bei Mustern, die eine erhöhte Fadenspannung mit sich bringen, auch Vorsicht walten lassen und zu einer ggfs. größeren Nadelstärke greifen.
Der Faden ist ungleichmäßig versponnen und von variablem Durchmesser, allerdings beschränkt dies in keiner Weise die Verwendung des Garns für eine sehr breite Musterauswahl. Loch- und Strukturmuster kommen genauso gut heraus wie glatte Flächen oder Flächenmix-Muster. Trotz der grundsätzlich rustikalen Ausrichtung eines Tweed-Garns schafft es Langs Donegal durchaus, sich auch elegant zu geben, wenn Farbe und Muster entsprechend abgestimmt werden, was der großen Lauflänge zu verdanken ist. Es eignet sich aber ebenso für sportliche und männliche bis volkstümliche Modelle, und ist auch eine gute Option für Accessoires, die durch etwas Eigenwilligkeit ein strenges oder unscheinbares Outfit aufwerten sollen. Strukturmuster sollten allerdings nicht zu klein sein, da sie sonst in der Mehrfarbigkeit der kleinen Tweed-Noppen verschwinden.
Die Banderole empfiehlt einen Nadelstärkenbereich von 3,5 bis 4 mm, der einerseits angesichts der Lauflänge und selbst unter Berücksichtigung der Reißwilligkeit etwas zu hochgegriffen scheint. Die hier gezeigten Pröbchen wurden mit NS 3 bis 3,5 gestrickt.
Das fertige Gestrick ist weich und bei weitem nicht so von der Schurwolle-Haptik bestimmt, wie es bei anderen vergleichbaren Produkten der Fall ist. Nach dem Waschen wird es noch gefälliger und fühlt sich angenehm wärmend und leicht an. Langs Donegal ist in erster Linie ein Garn voller Harmonie und daher ein ideales Material für richtige Wohlfühl-Pullover, die der Seele schmeicheln. Dennoch ist es formstabil und wirkt beruhigend zuverlässig und fest. Leider ermöglichen es kleine Musterpröbchen nicht, die Strapazierfähigkeit eines Materials auf lange Sicht zu testen, und so hoffe ich, daß einige Leserinnen uns vielleicht mehr darüber sagen können. Mit Tweed-Garnen anderer Marken habe ich diesbezüglich sehr schlechte Erfahrungen gemacht, kann jedoch nicht beurteilen, ob dies auch auf dieses Garn übertragbar ist. Vielleicht haben einige von Euch Kleidung aus Langs Donegal schon seit längerer Zeit in Gebrauch und könnten hier denjenigen weiterhelfen, die noch unschlüssig sind.
Sehr erfreulich ist die Farbpalette, die quantitativ und qualitativ ideal gestaltet ist - das ist bei Lang alles andere als selbstverständlich und daher besonders erwähnenswert.

Probe 1: Glattrechts

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Probe 2: Muster vom Cowl „Luge“

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Probe 3: Rippen aus Perlmuster und Glattrechts-Streifen

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Probe 4: Lochmuster aus dem Heft Filati Home Ausgabe 50, S. 76, Modell 39

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Probe 5: Muster vom Armonika Cowl

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Probe 6: Ajour-Wellenmuster

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Probe 7: Muster 9 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 8: Muster L43 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

Muster 9: Pfeilchen-Muster – allerdings ist diese Probe deutlich kleiner.

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Die Produkte der Marke fairAlpaka sind zur Zeit in aller Munde, und ich hatte mich schon lange gefragt, ob es an der ethischen Vorstellung allein läge, die mit dem wie ein Versprechen klingenden Wörtchen “fair” einhergeht, oder ob die allgemeine Begeisterung tatsächlich der Produktqualität gilt. So war ich besonders gespannt, als ich sah, daß mein “Wunderpäckchen” ein Knäuel Baby Alpaka enthielt.
Am Knäuel wirkt der Faden äußerst gleichmäßig und kompakt verzwirnt und unterscheidet sich hierin schon sehr deutlich von anderen Alpaka-Produkten, die oft eine eher verwaschene Verzwirnung aufweisen. Dieses Detail wirkt sich auch auf die Qualität aus: Der Faden ist extrem strapazierfähig und läßt sich spurenfrei aufribbeln. Das Material flust zu keinem Zeitpunkt – eine angenehme Ausnahmeerscheinung im Bereich der Alpaka-Garne.
Dementsprechend hochwertig erscheint auch das Maschenbild. Es ist gleichmäßig und weist nicht diese typische zittrige Handschrift auf, die viele an Alpaka nicht mögen.
Die Banderole empfiehlt für die Lauflänge von 100 m/50 g einen Nadelstärkenbereich von 3,5 bis 4,5 mm, über den erst gestritten werden müsste. Die hier gezeigten Pröbchen wurden mit NS 3 mm angefertigt und sind dennoch sehr elastisch und weich - dabei gehöre ich bekanntermaßen zu den Feststrickern.
Das Gestrick ist vertikal und horizontal gleichermaßen elastisch und dennoch formbeständig … und vor allem unerhört weich. Hier bekommt der Begriff “kuschelig” eine ganz neue Dimension. Zu erwähnen wäre allerdings eine kleine Knitteranfälligkeit, die vielleicht für größere Strickprojekte berücksichtigt werden sollte.
fairAlpakas Baby Alpaka ist ein gewissermaßen universelles Garn, das jedem Geschmack und Kleidungsstil, jedem Alter und jedem Muster gerecht werden kann. Im Gegensatz zu den meisten anderen Alpaka-Garnen ist es auch durchaus für Männerkleidung geeignet, denn der Flaum ist optisch nicht so überwältigend präsent, als dass das Gestrick zu weiblich wirken könnte.
Die allgemeine Begeisterung für diese Interpretation der Alpaka-Fasern ist also durchaus nachvollziehbar, und auch der kleine Preis von weniger als 3,00 €/50 g ist ein überzeugendes Argument. Die Farbpalette ist zwar etwas einseitig, allerdings von hoher Qualität. Die folgende Pröbchen wurden in der Farbe NFA29 gestrickt, einem wunderschönen, lagunenhaften Türkis-Ton.

Probe 1: Glattrechts

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Probe 2: Blätterzopf-Muster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Muster L19 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 4: Möwenzopf-Muster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Muster L21 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden - allerdings ist diese Probe deutlich kleiner.

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

BC Garn Semilla

Wer ein relativ aktives Blog führt, weiß, wie unterschiedlich die Resonanz auf einzelne Artikel, Entscheidungen und Projekte ausfallen kann. Während Lob und Dank meistens in Form von Kommentaren zum Ausdruck gebracht werden, werden Kritik und Vorwürfe in der Regel über eMail mitgeteilt – und dies nicht selten recht unsanft und fordernd, was mitunter zu längeren Briefwechseln führen kann. Mit der Schneckenpost wiederum, die ich ohnehin ganz besonders schätze, erreichen mich immer wieder die schönsten Überraschungen. Mal ist es eine wunderschöne Postkarte, mal ein Brief aus dem Urlaub … oder wie in diesem Fall ein ganz unerwartetes Wollpäckchen, das Material für neue Rezensionen liefern soll. Noch einmal ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an die großzügige Leserin.

Eines der Knäuel aus dem, was ich “mein Wunderpäckchen” nennen möchte, ist Semilla von BC Garn. Dieses Garn zu testen, ist aus mehreren Gründen interessant: Zum einen habe ich bisher nur zwei Produkte dieser Marke getestet, zum anderen handelt es sich um ein Garn aus 100% organischer Wolle, das der heutigen Nachfrage nach gesunden und ökologischen Strickmaterialien entgegenkommt.
Semilla, das übrigens neben der hier vorgestellten Lauflänge von 160 m/50 g auch in den Varianten “Extrafino” und “Grosso” erhältlich ist, zeigt schon am Knäuel eine ungewöhnliche Verzwirnung, die neugierig macht. Der Faden besteht aus einer kleinen Kordel, deren Elemente sich wie Perlen bezaubernd und ordentlich aneinanderreihen. Dadurch wird das Material unvorstellbar elastisch: Der Faden läßt sich auf die anderthalbfache Länge ziehen und springt sofort in seine ursprüngliche Form zurück. Durch diese Verzwirnung schimmert das Garn außerdem perlmuttartig, was am fertigen Gestrick noch besser zu sehen ist.
Die Banderole empfiehlt eine nicht nur rechnerisch reichlich abseitige Nadelstärke von 4 bis 4,5 mm - selbst Feststricker werden mit 3,5 mm sehr gut auskommen, und Lockerstricker dürften mit 2,5 mm eher zufrieden sein.
Die kleine Kordel ist angenehm schlüssig, was schnelles und entspanntes Stricken ermöglicht. Das Maschenbild ist als Fläche gleichmäßig, als Masche jedoch granitartig feinkörnig. Das Ribbeln hinterläßt allerdings sehr deutliche Spuren, und der Faden verliert ein wenig von seinem Volumen. Er braucht relativ lange Zeit, um sich wieder zu erholen und seine ursprüngliche Beschaffenheit zurückzuerlangen.
Semilla harmoniert sowohl mit Loch-, Struktur- oder Zopfmustern als auch mit glatten Flächen, ist geschlechtsneutral und entspricht eher einem eher klassischen bis konservativen Geschmack als einem jugendlicheren Modebedürfnis. Es kann sich gediegen und neutral, verträumt und romantisch geben und wird niemals aufdringlich. Der Reiz liegt in den kleinen charmanten Details.
Die Eigenelastizität des Fadens ermöglicht es, Modelle zu strukturieren und zum Beispiel Taillierungen gezielt einzuarbeiten, indem mit Nadelstärke und Mustern variiert wird. Das Garn eignet sich also auch für diejenigen, die Bedenken haben, ihren Konstruktionstalenten zu vertrauen. In dieser Lauflänge ist Semilla ideal für die Zwischenjahreszeit, denn die Haptik ist eher temperaturausgleichend denn warm.
Die Farbpalette ist ausgeglichen und passt gut zu dem konventionellen Charakter des Gestricks. Ich bekam Semilla übrigens in einem warmen Pflaumenton (ob 109). Das Garn ist bei zahlreichen Anbietern für einen Preis zwischen 5,00 und 6,00 Euro/50 g zu kaufen, was angesichts des geringen Verbrauchs und der zuverlässigen Qualität sehr angemessen ist.

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Probe 1: Glattrechts mit 2,5 und 3 mm SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Hanois Cowl SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Reliefflechtmuster aus Janne Graf: Strickmuster, Rheinfelden: OZ-Verlag, 2003, S. 15.

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Probe 4: Ajour-Streifen aus Janne Graf: Strickmuster, Rheinfelden: OZ-Verlag, 2003, S. 65. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Muster L5 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 6: Muster L11 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Finkhof Fuchswolle dünn

Als ich vor einigen Wochen Finkhof Merino dünn vorgestellt hatte, hatte ich zugleich angekündigt, auch die sogenannte Fuchswolle in der gleichen Lauflänge für Euch zu testen. Ich wollte es zeitnah tun, aber leider hat es etwas länger gedauert, da sich einige berufliche Verpflichtungen frecherweise dazwischen geschlichen hatten. Ich bitte also alle um Entschuldigung, die auf diesen Bericht und auf die Pröbchen gewartet haben. Ich weiß, daß einige von Euch mittlerweile deshalb sehr unzufrieden sind, und es tut mir leid. Letztlich habe ich daraus etwas gelernt: Beiträge sollten erst in Aussicht gestellt werden, wenn sie so gut wie fertiggeschrieben sind und nicht schon, bevor die erste Masche angeschlagen ist - so wird niemand enttäuscht.

Am Strang unterscheidet sich die Fuchswolle sehr viel deutlicher vom Merinogarn, als ich es erwartet hätte. Nicht nur die goldene Farbe zeigt einem deutlich, was uns die industriell gefertigten Strickmaterialien manchmal vergessen lassen: Schaf ist nicht gleich Schaf. Auch die Haptik überrascht: Der Strang ist leicht strohig, sehr rustikal, und ich mußte unwillkürlich an altmodisches Paketband denken.
Dieser Eindruck bestätigt sich beim Stricken: Obwohl ich normalerweise eine sehr unempfindliche Haut habe, die mir nie etwas übelnimmt, hinterließ der Faden an meinen Händen deutliche Hautirritationen und ich mußte sogar an den Stellen, an denen der Faden am Finger reibt, zu Pflastern greifen. Ich kann nicht beurteilen, ob dies nur an meiner Stricktechnik liegt - allerdings ist mir das zuvor und danach mit keinem Garn passiert. Auch am gewaschenen fertigen Gestrick fühlen sich die Härchen drahtig an, wobei das Muster hier durchaus von Bedeutung ist: An einigen Pröbchen, bei denen das Muster die Fasern mehr bricht, wird das kratzige Gefühl gemildert; in Glattrechts ist es extrem und gibt alle Vorurteile wieder, die gemeinhin mit dem Begriff “Schurwolle” assoziiert werden.
Auch die Elastizität ist gering, was dem Maschenbild abträglich ist. Dadurch bekommt das Garn einen einseitigen Charakter und vermag es unabhängig von der Musterwahl nicht mehr, aus der definitiv und kompromißlos rustikalen Ecke zu kommen.
Sehr positiv zu bewerten ist die Qualität dieses Materials. Es scheint ganz einfach unbegrenzt strapazierfähig zu sein und läßt sich niemals anmerken, wie arg es traktiert wurde. Die wärmenden Eigenschaften sind sehr ausgeprägt, wenn auch geringfügig weniger als bei Merino dünn, die in dieser Hinsicht konkurrenzlos zu sein scheint. Ist die Fuchswolle kein Komfortgarn, so eignet es sich hervorragend für Wohnaccessoires, die ein ländliches Aussehen unterstützen und dabei besonders langlebig sein sollen.
Damit Ihr beide Produkte unmittelbar vergleichen könnt, habe ich bewußt die gleichen Muster wie im Falle der Merino dünn verwendet.

DER FARBUNTERSCHIED ZUR MERINO DÜNN WIRD NUR UNZUREICHEND WIEDERGEGEBEN: AUF DIESER SEITE IST DIE FARBE GUT ZU SEHEN

Probe 1: Glattrechts

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Probe 2: Muster 42 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 3: Muster 6 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 4: Muster L8 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 5: Krausrechts

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Probe 6: Muster “Pique” der Mlle Riego

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Probe 7: Muster “Square Shawl” der Mlle Riego

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Probe 8: Muster L33 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 9: Muster 33 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 10: Rippenmuster SCHON ANGEFORDERT!

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Es ist schon lustig. In der Kindheit lernt man einen Begriff, den man dann ein Leben lang benutzt. Man hinterfragt ihn nicht. Warum auch? Bis jemand plötzlich darauf aufmerksam macht, daß es diesen Begriff gar nicht gibt. Und dann?
Meine Leserin Julia fragte neulich nach dem englischen Maschenanschlag, von dem ich immer wieder sage, daß er mit einigen Garnen, vornehmlich Dochtgarnen, nicht immer kompatibel ist. Daß ich es erwähne, wenn ich eine Garnrezension schreibe, hat einen guten Grund: Wenn ich nicht gerade einen provisorischen Anschlag brauche, stricke ich seit über 40 Jahren immer mit diesem Anschlag. Er gelingt jedem, ist elastisch, ohne auszuleiern, sieht schön aus, eignet sich für alle Muster … Warum sollte ich also einen anderen verwenden? Und so bin ich auch davon ausgegangen, daß auch viele von Euch mit diesem sog. englischen Anschlag stricken, und hielt es für angebracht, auf die Garne aufmerksam zu machen, die damit nicht harmonieren.
Als ich aber für Julia nach einem passenden Video suchte, mußte ich zwei Dinge feststellen: Es gibt keinen englischen Anschlag, und der Anschlag, den ich meine, ist im ganzen Internet nicht zu finden. Auf keinem der mehreren tausend Videos auf YouTube, nicht auf Ravelry, nicht in Markentutorials … Nirgends. Er ist schlicht unbekannt. Es ist nicht der italienische, nicht der baltische, nicht der französische, nicht der German Twisted, nicht der Long Tail … Es gibt ihn einfach nicht. Und glaubt mir bitte: Ich habe mir mehrere tausend Videos in allen möglichen Ländern angesehen!
Aus lauter Verzweiflung  – und obwohl ich ein reichlich schlechtes Gewissen hatte, sie damit zu behelligen -, habe ich sogar einen Hilferuf an Tichiro-Tina gesandt. Es gab einen Austausch von Erklärungen, Skizzen und Fotos … Und auch sie hat noch nie davon gehört. Sie meinte, er wäre eine Art German Twisted, aber irgendwie rückwärts.
Nun bin ich also überfragt. Auf den Bildern hier unten zeige ich Euch als Skizze die Ausgangslage: Der Faden wird zweimal um den Daumen gewickelt, die Nadel greift senkrecht zum Körper erst unter die erste Schlaufe, dann unter die zweite, kommt rückwärts Richtung Körper, bevor die Schlaufe rechts gestrickt wird. Dann wird der lange Faden, aus dem die Maschen entstehen, so gezogen, wie die Fotos es zeigen und die Masche fest geschlossen. Nach jeder Masche wird also der lange Faden losgelassen und wieder zweimal um den Daumen gewickelt. Dadurch, daß der Faden bei jeder Masche zweimal um den Daumen gewickelt wird, löst sich die Struktur von Dochtgarnen auf.

Der Faden wird für jede Masche erneut zweimal um den Daumen gewickelt

Seltsamer Martinescher Anschlag-Phase0

Phase 1a

Seltsamer Martinescher Anschlag-Phase1a

Phase 1b

Seltsamer Martinescher Anschlag-Phase1b

Phase 2

Seltsamer Martinescher Anschlag-Phase2

Phase 3

Seltsamer Martinescher Anschlag-Phase3

Fertig

Seltsamer Martinescher Anschlag-fertig

Zealana Artisan TUI

Neben Heron, das ich vor einigen Wochen vorgestellt habe, bietet die Artisan-Reihe der Marke Zealana ein weiteres Einfachgarn, TUI, das allerdings wirklich als Dochtgarn zu bezeichnen ist.
Das kuschelige Knäuel mit traditionell mittiger Banderole gibt schlüssig die Zusammensetzung wieder: Mit 70 % feiner neuseeländischer Merinowolle, 15 % Kaschmir und 15 % Fuchskusu verbinden sich die weichsten Fasern zu einem voluminösen und optisch unkomplizierten, alltagstauglichen Garn. Die Lauflänge von 111 m/100 g kündigt es unmißverständlich an: Es ist ein Garn für die kalten Tage, an denen die vertraute Umarmung des Lieblingsstücks Trost und Geborgenheit spenden soll.
Die Strukturierung extrem weicher Materialien zu einem Dochtgarn ist nicht ohne Tücken: Wie die meisten Garne dieser Art reißt TUI beim englischen Anschlag, und es sollte eine andere Anschlagart vorgezogen werden. Ob TUI sich zum Verschließen der Nähte eignet, sollte vorsorglich geprüft werden. Anzumerken ist auch, daß der Faden das Ribbeln nur bedingt verträgt: Auch wenn die Masche nicht als sichtbare Spur eingeprägt bleibt, wird die Oberfläche deutlich aufgerauht und staubt ein wenig.
Der Faden weist eine etwas ungleichmäßige Dicke und Rundung auf, was ihm einen eher rustikalen Charakter verleiht. Ob dieser auch im Gestrick durchscheinen soll oder nicht, kann der Stricker aber ganz differenziert steuern. TUI wirkt in Glattrechts oder im Rippenmuster in der Tat ursprünglich bis sportlich, kann aber durchaus für jugendliche oder elegante Strickwerke verstärkend eingesetzt werden. Das Strickergebnis ist wiederum unabhängig vom Muster immer im perfekten Gleichgewicht zwischen Weichheit und Elastizität einerseits und Formstabilität und Strukturierbarkeit andererseits.
Das Maschenbild ist unaufgeregt und gemütlich und angesichts des variablen Fadendurchmessers erstaunlich gleichmäßig. TUI gehört hier zu den seltenen Garnen, die mehr halten, als sie zu versprechen scheinen. Durch die ausgewogene Fasermischung überträgt sich dieser Eindruck auch auf das Stricken, das mühelos und belohnend wirkt. TUI ist in der Arbeit und im Ergebnis so etwas wie der “nette Kumpel” für angenehme und überraschungsfreie Abende, an denen man es sich gutgehen lassen will.
TUI ist bei verschiedenen Anbietern in einer Preisspanne zwischen 20,00 und 21,00 €/100 g zu beziehen. Die Farbpalette ist hier zu entdecken.

Der voluminöse Faden

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Probe 1: Glatt rechts SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Mauermuster 6 (noch nicht veröffentlicht) SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Muster L9 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Streifen aus 1/1-Rippen und Glattrechts SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Röschenmuster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 6: Diagonal Knot Stitch SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 7: Pebble Stitch SCHON ANGEFORDERT!

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Zealana Air Chunky

Wie Air Marle auch, ist Air Chunky eine ungewöhnliche Erscheinung in der Welt der Strickgarne. Ist die Zusammensetzung beider Garne identisch, so haben sie außer dem Namen auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Die Chunky-Variante ist übrigens mit 146 m/50 g bei weitem nicht so dick, wie die Bezeichnung es unterstellt. Zum ersten Mal bei einem Produkt der Marke Zealana ist die Nadelstärkenempfehlung nicht uneingeschränkt nachvollziehbar: Ein Bereich von 4 bis 4,5 mm sollte alle Strickgewohnheiten ausreichend abdecken.
Der Faden bildet eine zopfartige Kette, wodurch eine hohe Festigkeit, aber auch eine sehr modulierbare Elastizität gewährleistet werden, ohne daß die Fasern dicht aneinander gedrängt werden müssen. Der Faden ist so flacher und erreicht mehr Dreidimensionalität: Die Eigenbreite und Eigenhöhe des Fadens wirken wie strukturschaffende Elemente. Außerdem können die Fasern durch diese besondere Verzwirnung langgezogen und luftig bleiben, ohne daß die Fadenstabilität dadurch beeinträchtigt wird - auch der englische Anschlag ist problemlos möglich. Gleichzeitig gewinnt das Gestrick an Dicke, und ist doch federleicht.
Ebenso einzigartig wird dadurch das Maschenbild: In glatt rechts etwa scheinen die kleinen Säulen rechter Maschen regelrecht nebeneinander zu schweben. Linke Maschen wiederum bekommen eine muschelartige Struktur, die an kambodschanische Architekturdekorationen erinnert.
Air Chunky ist ideal für alle, die Lochmuster auch plastisch gestalten möchten - was nicht bedeutet, daß es sich für Strukturmuster nicht eignet. Trotz der langen Fasern ist es sehr widerstandsfähig, flust nicht - lediglich beim Ribbeln kann es ein klein wenig stauben, allerdings minimal.
Air Chunky ist ein selbstbewußtes Garn, das als erfrischend edel bezeichnet werden darf. Es muß sich nicht auffallend glamourös geben und zeigt dennoch ohne falsche Bescheidenheit Qualität auf sehr hohem Niveau. Der Preis von 38,50 €/50 g ist der konsequente Ausdruck dieser Positionierung. Air Chunky ist für Strickloft übrigens auch eines der Garne des Jahres.
Air Chunky gibt es im Shop von Lanamania zu kaufen.

Fadenstruktur

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Probe 1: Querstreifen SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Blumenkorbmuster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Lacy Prayer Shawl
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Probe 4: Maikäfer-Muster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Wandmuster 3 (noch nicht veröffentlicht) SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 6: Lochzopfmuster

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Zealana Air Marle DK

Zu den vielleicht spannendsten Aspekten des Strickens gehört die Tatsache, daß uns - ganz gleich wie lange wir schon stricken - Materialien immer noch und immer wieder überraschen können und wir immer wieder Fadenstrukturen entdecken, die wir uns nie hätten vorstellen können, die uns verblüffen und faszinieren. Air Marle ist ein solches Garn. Mit einer Mischung aus 40 % Kaschmir, 40 % Fuchskusu und 20 % Maulbeerseide gehört es zur “Luxuria”-Reihe der Marke Zealana. Wie außergewöhnlich es wirklich ist, vermag allerdings kein Etikett wiederzugeben.
Das Knäuel ist optisch besonders schön, fest und vermittelt ein Gefühl weicher Perfektion und bemerkenswerter Qualität. In dem Augenblick, in dem die ersten Zentimeter ausgewickelt werden, offenbart sich aber erst die tatsächliche Einzigartigkeit dieses Garns. Die Haptik des noch ungestrickten Fadens ist mit nichts zu vergleichen: Der Flaum, der optisch wenig dominant ist, ist an der Fadenoberfläche auf sehr plastische Weise spürbar, nicht nur als weiche und leicht biegsame Schicht, wie man es üblicherweise kennt, sondern als perfekt rundes und biskuitartiges Polster, das aus Luft sozusagen eine vierte, greifbare Dimension eröffnet. Daß diese bei weitem nicht nur subjektiv und virtuell, sondern real und meßbar ist, wirkt sich beim Stricken unmittelbar aus: Die Nadeln scheinen auf diesem Luftkissen zu gleiten - die Bezeichnung “Air” erschließt sich sogleich. Dies ermöglicht nicht nur müheloses und sehr schnelles Stricken unabhängig von der Nadelqualität, dieses Gefühl perfekten und schwerelosen, fast traumartigen Gleitens macht regelrecht süchtig: Man kann einfach nicht mehr aufhören, zu stricken.
Selbst bei festem Gestrick bleibt das Luftpolster am fertigen Gestrick als biskuitartige Haptik erhalten. Wärme, Komfort und Luxus finden hier eine beispielhafte Balance.
Die Banderole empfiehlt eine Nadelstärke von 3,5 mm, was sowohl angesichts der rechnerischen Lauflänge von 116 m/50 g als auch angesichts des Fadenverhaltens idealer nicht sein könnte.
Das Maschenbild ist vorbildlich, ruhig, ohne zu konservativ zu sein, und zeigt, welche lebendige Ausgeglichenheit ein Strickmaterial erreichen kann, wenn klug und feinfühlig mit den Anteilen der verschiedenen Fasern gearbeitet wird. Air Marle spielt hier mit einer erstaunlich differenzierten Klaviatur: zwischen luxuriöser Erkennbarkeit und edler Zurückhaltung, seriöser Qualität und unbegrenzter Vielseitigkeit. Air Marle ist nicht zuletzt ein Garn, das sich selbst treu bleibt - hier wäre das perfekte Ribbelverhalten zu erwähnen - und offenbar mühelos zur eigenen Mitte findet. Das Gestrick ist fest, ohne starr zu sein; elastisch, ohne formlos zu werden. Es gelingt diesem Garn auf ganz unnachahmliche Art, Muster zu unterstützen und dabei den eigenen Charakter weder zu verleugnen, noch aufzudrängen, und so ist es ein herausragendes Beispiel dafür, was zeitgemäße Strickgarnentwicklung heute leisten kann und sollte. Allein die Farbpalette ist ein wenig zu bemängeln, da reichlich einseitig.
Der Preis von 38,50 €/50 g ist angesichts der Neu- und Einzigartigkeit des Produkts sicher nicht abwegig, wenn auch sicher nicht für alle Strickerinnen erreichbar. Auf jeden Fall kommt Zealana Air Marle DK in die Liste der Garne des Jahres.
Wie immer ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Lanamania und Frau Pacheco, die uns ermöglichen, unsere Reise durch die Südhalbkugel fortzusetzen.

Der wunderschöne Faden

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Probe 1: Glatt rechts in NS 3 und 3,5 mm SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Muster 11 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Variante des Fir Cone Lace-Musters (mit glatt rechts-Partien statt kraus rechts) SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Karo-Muster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Kieselsteinchenmuster (Diese Probe ist allerdings sehr klein.) SCHON ANGEFORDERT!

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Pascuali Madrid

Madrid kann zweifelsohne als ungewöhnliche Garnentwicklung bezeichnet werden, denn es widerspricht der eigenen Natur in beinahe jeder Hinsicht. Obwohl es sich um ein Einfachgarn handelt, ist es von ganz erstaunlicher Festigkeit und verträgt problemlos sowohl den englischen Anschlag als auch etliche Ribbelvorgänge. Der Faden wirkt am Strang haptisch im ersten Moment etwas rauh und filzig, als würden sich die einzelnen Fädchen ineinander verhaken und eine Art “Grip-Effekt” erzeugen. Wird er aber erst einmal gestrickt, ist das Garn plötzlich weich, beinahe seidig, und  – was für ein Dochtgarn eher ein Ausnahmefall ist  -sogar luxuriös. Das Maschenbild ist in keiner Weise rustikal, wie man es von einem solchen Material erwarten dürfte, sondern edel und elegant, dennoch plastisch, zeitgemäß und humorvoll. Wer am Gestrick ganz besonders die Form der einzelnen Maschen schätzt und als Gestaltungselement verwenden möchte, findet hier den perfekten Partner. Madrid ermöglicht ein Ergebnis “wie im Bilderbuch” und steht der Perfektion des ganz dicken Gestricks, das heutzutage im Handel Furore macht, in keiner Weise nach. Ein solches Maschenbild dient auch dazu, die eigene Liebe zum Strick auf eindrucksvolle Weise und modisch zu demonstrieren. Madrid ließe sich auch ohne weiteres für künstlerische Arbeiten verwenden, bei denen die Schönheit der Masche im Vordergrund stehen soll.
Trotz der geringen Lauflänge von 80 m/200 g sind auch Zöpfe möglich und werden nicht zu dick. Auch wenn Madrid natürlich für gemütliche Jacken und Pullover geeignet ist, wäre es vielleicht zu schade, es für allzu alltägliche Kleidung zu verwenden. Gerade die Eleganz des Maschenbilds, gepaart mit der puristischen Schlichtheit des Einfachfadens, laden dazu ein, es für besondere Stücke einzusetzen, die bewußt in den Vordergrund gestellt werden sollen. Überdimensionale Loops, aber auch elegante Kurz- und Bolerojacken sind nur einige Beispiele. Die Farbpalette aus zum Teil exklusiven Non-Colors und zum Teil klaren, auffälligen Tönen unterstreicht die Appellativ-Wirkung.
Madrid ist das garngewordene Symbol moderner Eleganz und paßt zu dem selbstbewußten Auftreten modischer Accessoires der heutigen Zeit.

Der opulente Faden gibt die Lauflänge wieder.

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Probe 1: Leider weiß ich nicht mehr, woher ich dieses Muster habe …

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Probe 2: Einfache Rippen

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Probe 3: Auch ein Zopf wird nicht zu dick.

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Probe 4: Muster 7 aus den “Alten deutschen Piquémustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Mauermuster Nr. 5 (noch unveröffentlicht)

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Probe 6: Einfache Querstreifen

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Probe 7: Schräge Rippen

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Probe 8: Mauermuster Nr. 8 (noch unveröffentlicht)

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Pascuali Grosso

Für junge Strickerinnen insbesondere erscheint Schurwolle als ein wenig erstrebenswertes Material, dem der hartnäckige Ruf anhaftet, es sei einfach “uncool”. Mit Grosso beweist die Marke Pascuali ein für allemal das Gegenteil.
Oberflächlich betrachtet besteht Grosso aus einer Kordel aus zwei Dochtgarnfäden. Diese Verzwirnung ist nicht nur optisch ansprechend, sie verleiht dem Garn auch eine sehr hohe Elastizität und zugleich eine zuverlässige Formbeständigkeit. Der Begriff “Schurwolle” ist in der Haptik relativ. Tatsächlich ist Grosso eine moderne und weiche Interpretation, was nicht zuletzt die Arbeit sehr angenehm macht. Die Fadenspannung muß kaum gesteuert werden, das Garn übernimmt sozusagen wie von selbst kleine Ausgleichsaufgaben. Das Maschenbild ist nicht anspruchsvoll, dafür aber unkompliziert und alltagstauglich. Das Gestrick kann jugendlich bis sportlich wirken  – bei Grosso ist hier die Auswahl nicht nur des Musters entscheidend, sondern auch und vor allem der Farben. Die Farbpalette birgt einige sehr interessante Töne, die deutlicher und effizienter als bei anderen Materialien den Charakter des Gestricks bestimmend unterstützen können. Ebenso kann und sollte sogar gezielt mit der Nadelstärke experimentiert werden. Die Verzwirnung ermöglicht es z. B., auch innerhalb eines Strickstücks verschiedene Nadelstärken einzusetzen, um so bewußt mit dem Material zu spielen und eigene Maschenbildsprachen zu erschaffen. Deshalb möchte ich diesmal auch keine Nadelstärkenempfehlung im eigentlichen Sinne aussprechen. Mit Grosso ist diesbezüglich so gut wie alles möglich. Nicht zuletzt deshalb ist dieses Garn auch perfekt für Anfänger, die vielleicht noch auf der Suche nach ihrer persönlichen Strickweise sind und sich daran ausprobieren können.
Grosso ist geschlechts- und altersneutral und kann sowohl für praktische Outdoor-Kleidung als auch für Wohnaccessoires beliebig variiert werden. Schals und Loops können auch in verspielten bis klassischen Ausführungen nach Herzenslust erarbeitet werden. Grosso eignet sich für alles Struktur- und Lochmuster, und auch Zöpfe kommen damit hervorragend heraus. Lediglich in glatt rechts wirkt das Garn vielleicht etwas eintönig und einfallslos. In erster Linie ist Grosso ein sehr modernes Garn. Zu kaufen ist es wie immer im Pascuali-Shop für einen Preis von 7,49  €/100  g.

Hier ist eine besonders hübsche und verspielte Farbvariante zu sehen, die die Fadenstruktur besonders gut hervorhebt.

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Probe 1: Perlmuster

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Probe 2: Lochmusterreihen SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Fallmaschenmuster

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Probe 4: Breite Rippen SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Kraus links

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Pascuali Muskasch

Was ist der Inbegriff von Zartheit und Leichtigkeit? Ein lauwarmer Windhauch auf der nackten Haut? Seifenblasen, die unbeschwert gen Sonne steigen? Schaum, der den Körper umschmeichelt? Eine Feder, die in der Luft tanzt? Die körperlose Fülle von Zuckerwatte? Rosenblütenblätter? Seidenpapier?
Und was verkörpert Kostbarkeit? Gold? Diamanten? Kaviar? Eine filigrane Antiquität? Ein unbezahlbares Kunstwerk?
Ganz gleich, welche Antworten Ihr auf diese beiden Fragen gegeben habt - sie sind falsch. Die richtige Antwort lautet: Muskasch.

Muskasch, das uns heute in die kalten Weiten Kanadas und Alaskas führt, besteht zu 50 % aus Kaschmir- und zu 50 % aus Moschusochsenfasern. Der Strang von nur 30 g entspricht einer Lauflänge von 109 m, und hier muß zunächst gründlich umgedacht werden: Der Faden ist in seinen Bestandteilen zwar sehr fein, aber auch ungewöhnlich voluminös, wie das Bild unten zeigt. Dadurch kann frei entschieden werden, ob Feinheit oder Opulenz in den Vordergrund treten sollen. Die hier gezeigten Pröbchen wurden alle mit NS 3 mm gestrickt.
Die Arbeit mit Muskasch ist beglückend, emotional intensiv und unbeschreiblich … “anders”. Manchmal im Leben bekommt man ganz unverhofft die Gelegenheit, an etwas Unvergleichlichem teilzuhaben, an etwas, das die Seele berührt und sich in die Erinnerung einbrennt, das einen von nun an wie ein Schatz für immer begleitet. Es kann eine Operpremiere sein, der unvergeßliche Anblick eines Sternschnuppenhagels oder einer Sonnenfinsternis, oder die Begegnung mit einem ganz besonderen Menschen. Muskasch zu entdecken ist ein solches Erlebnis.
Muskasch ist sehr viel mehr als nur ein Strickmaterial. Es ist ein Moment perfekten Glücks, ein Augenblick erfüllender Harmonie, die Erfüllung einer mythologischen Verheißung.
Die Verzwirnung ist perfekt durchdacht, und Muskasch strickt sich sozusagen von selbst. Schlechte Nadelqualität, unzählige Ribbelversuche lassen es ganz unbeeindruckt. Der Materialverbrauch ist beeindruckend klein - 5 Pröbchen mit nur 30 g, eine ungewöhnliche Bilanz.
Das Gestrick ist elastisch, aber sehr formstabil und trotz des Flaumes kommt jede Art von Muster zur Geltung: Sehr feine Strukturmuster werden optimal hervorgehoben, Lacearbeiten gewinnen an Erlesenheit und selbst einfache Glattrechts-Flächen zeigen unmißverständlich, daß man es hier nicht mit einem alltäglichen Strickgarn zu tun hat.
Zugegeben: Der Preis ist schmerzhaft, sehr schmerzhaft sogar. Wer aber Muskasch verstrickt, vergißt ihn augenblicklich. In all meinen Strickerjahren ist mir nie ein sinnlicheres Garn begegnet.
Die Farbpalette ist zur Zeit noch klein - allerdings ist die naturbelassene Variante (die meine Kamera leider nur sehr unzureichend erfaßt) vielleicht ohnehin die bessere Wahl, um den durch und durch edlen Charakter dieses Garns zu unterstützen.
Ein “Garn des Jahres” ist Muskasch auf jeden Fall jetzt schon.

Bei diesem Faden würde man eine so hohe Lauflänge nicht vermuten …

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Probe 1: Glatt rechts SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Dolphin Cowl-Muster von Bellacordia SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Pfeilchen-Streifen SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Cornelia Mees Pretty Open Pattern (als PDF bei mir auf Anfrage zu beziehen) SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Rippen-Zopf-Muster SCHON ANGEFORDERT!

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ALLE PRÖBCHEN SIND WEG!

Meine Meinung:

Zealana Artisan Heron

Neben der Reihe “Performa” führt die Marke Zealana mit den “Artisan”-Produkten zwei Einfachgarne, darunter Heron, das aus 80 % feiner neuseeländischer Merinowolle und 20 % Fuchskusu-Haaren besteht und in der firmeneigenen Beschreibung als “luftig und robust” bezeichnet wird.

Das Knäuel ist fest, optisch sehr schön, und fühlt sich angenehm weich und trocken an, ohne stumpf zu wirken. Es erinnert unwillkürlich und nicht nur wegen seiner Form an traditionsreiche Garne, wie man sie heute kaum noch findet. Daß es sich tatsächlich auch sehr einfach von innen ausrollen läßt, ist zwar nur eine Anekdote, die aber den Eindruck einer vertrauten “guten alten” Qualität noch verstärkt.
Die Fadenstruktur überrascht in mehrfacher Hinsicht. Ist die bei den Vertriebsunternehmen verwendete Bezeichnung “Dochtgarn” technisch nicht unbegründet, so entspricht sie in keiner Weise dem Strickerlebnis und der Beschaffenheit, die gemeinhin mit solchen Materialien assoziiert werden. Heron ermöglicht selbst einen englischen Maschenanschlag, ohne daß sich die Fadenstruktur verändert oder korrigiert werden muß. Ebenso erweist sich das Garn als unbegrenzt strapazierfähig beim Ribbeln: Selbst festes Gestrick hinterläßt keinerlei Spuren, der Faden bleibt rund, pillt und flust nicht und sieht auch nach unzähligen Versuchen aus wie neu.
Die Banderole empfiehlt eine Nadelstärke von 4 bis 5 mm, was wie immer bei Zealana sehr klug gewählt ist. Die Arbeit mit Heron ist sehr erholsam, unkompliziert und belohnend, was das Garn auch anfängertauglich macht.
Das Gestrick ist angenehm elastisch, das Maschenbild gleichmäßig, ohne langweilig zu wirken. Die Oberfläche ist weich und warm und wird jeder Art von Mustern gerecht. Die Eigenelastizität des Fadens sorgt für ein immer perfektes Ergebnis, das lebendig und charakterstark erscheint, ohne unangenehm aufdringlich zu werden, und die sehr hohe Qualität des Materials auf moderne und frisch-selbstverständliche Weise widerspiegelt.
Mit 100 m/50 g und einem je nach Anbieter durchschnittlichen Preis von 10,95 € ist Heron zwar nicht in der niedrigsten Preisklasse, aber es ist ein so vielseitig und langfristig einzusetzendes Garn, daß dies kein Entscheidungshindernis darstellen sollte. Tatsächlich gibt es kein Strickprojekt, keine persönlichen Vorlieben, keine Stricktechnik, für die sich Heron nicht eignen würde - von sportlich, alltäglich, männlich bis modisch, elegant, raffiniert, von alt bis jung, ist Heron so etwas wie eine Erfolgsgarantie und ein Musterbeispiel an Zuverlässigkeit. Es kann auch gezielt verwendet werden, um neue Designs zu entwickeln und die eigene Fantasie spielen zu lassen.
Die Marketingtexte bezeichnen Heron gern als Outdoor-Garn, das sich auch zum Filzen eignet, was angesichts dieses kostbaren Materials nur schwer nachvollziehbar ist, denn es ist weit mehr als nur das. Fürs Strickloft-Blog ist es auf jeden Fall eines der “Garne des Jahres“.
Die Farbpalette ist auf der Seite von Lanamania zu sehen. Danke noch einmal an dieser Stelle an Frau Pacheco, die mir so freundlich die Produkte der Marke Lanamania zur Verfügung stellt.

Probe 1: Glatt rechts SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Waffelmuster

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Probe 3: Muster 8 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Muster vom Raleigh Cowl

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Probe 5: Muster L42 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. Diese Probe ist allerdings etwas kleiner. SCHON ANGFORDERT!

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Zealana Performa Kiwi (FW)

Das milde Wetter der letzten Wochen lädt dazu ein, dem Frühling ein wenig vorzugreifen und ein Garn vorzustellen, das sich durchaus für die gnädigen Temperaturen der Zwischenjahreszeit eignet: Kiwi, das mit 40 % neuseeländischer Merinowolle, 30 % organischer Baumwolle und 30 % Fuchskusu-Haaren eine geradezu ideale Zusammensetzung für Übergangskleidung bietet.
Das Knäuel ist weich und anschmiegsam und spiegelt die Fasermischung deutlich wider: Die Haptik ist sehr ausgeglichen und durch eine perfekte Balance zwischen trockenen und feuchten Elementen gekennzeichnet.
Der Faden bildet eine sehr ansprechende Kordel aus zwei Hauptfäden, die wiederum aus zahlreichen Fädchen bestehen. Die Verzwirnung verleiht dem Garn eine sehr frische Optik, sollte aber bei der Wahl der Stricknadeln berücksichtigt werden: Zu stumpfe oder zu spitze Nadeln könnten dazu führen, daß sich einige Fädchen (insbesondere bei Feststrickern) vereinzeln. Werden qualitativ angemessene Nadeln verwendet, ist die Arbeit mit Kiwi allerdings sehr angenehm. Die auf der Banderole empfohlene Nadelstärke ist - wie meistens bei den Produkten der Marke Zealana übrigens - sehr sinnvoll ausgewählt.
Das Maschenbild ist natürlich-handwerklich, ohne ungleichmäßig zu sein. Das Gestrick wird dadurch lebendiger, die Gestaltung persönlicher. Nicht zuletzt deshalb eignet sich Kiwi hervorragend für Vintage-Projekte (zum Beispiel im Stil der 50er Jahre, wie sie heute besonders beliebt sind). Allerdings harmoniert das Garn ebenso gut mit modernen bis romantischen Lace-Mustern, sportlich-männlichen Strukturmustern oder Kindermodellen und kann durchaus als Garn für alle Gelegenheiten bezeichnet werden.
Das Gestrick ist sehr elastisch und dennoch formstabil, was auch Mischungen von Loch- und Strukturmustern ermöglicht. Die Oberfläche ist weich und vermittelt den Eindruck eines temperaturausgleichenden Materials.
Kiwi kann beliebig oft geribbelt werden und findet gut in die ursprüngliche Verzwirnung zurück.
Kiwi ist ein unaufdringliches Garn, was gut von der Farbpalette unterstützt wird. Der Preis von durchschnittlich ca. 9,95 €/40 g bei einer Lauflänge von 124 m trägt der Besonderheit der versponnenen Fasern Rechnung.

Hier ist die kordelartige Verzwirnung gut zu sehen.

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Probe 1: Glatt rechts SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Muster aus dem Modell 31 von Verena Stricken spezial 2013, S. 22 SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Muster 36 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 4: Muster L20 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 5: Relief-Rippen SCHON ANGEFORDERT!

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Zealana Performa Kauri (FW)

In der Worsted Weight-Variante hatte sich Kauri als ein fantasieanregendes, zeitgemäßes und hochwertiges Material erwiesen. Nun ist es an der Zeit, die dünnere Variante, Fingering Weight, kennenzulernen.
Das Knäuel läßt kaum vermuten, daß es sich um die gleiche Zusammensetzung handelt. Es fühlt sich zwar auch sehr weich an, aber auch feuchter und trotz der schönen Form und der festen Wicklung weniger strukturiert. Die Optik des Gesamtknäuels wirkt filzig, als wären die Konturen der einzelnen Fäden schlecht bestimmbar.
Hier müßte ich ein wenig spekulieren und möchte das mit aller Vorsicht tun, da mir nur ein Knäuel zur Verfügung stand und ich also keine ausreichenden Daten habe, um mir ein Bild zu machen: Der Faden war an einigen Stellen im Knäuel plattgedrückt, so daß die ansonsten deutlich zu sehenden Fädchen nicht mehr erkennbar waren. Ich konnte nicht ausmachen, ob dies an der Verzwirnung oder an einem Lager- oder Transportproblem lag. Letztlich hatte das aber keinerlei Auswirkungen auf Strickbarkeit und Maschenbild, so daß ich es als unwichtiges Detail im Raum stehen lassen kann. Solltet Ihr also ein Knäuel mit ähnlichen Merkmalen bekommen, könnt Ihr es ohne Bedenken verwenden.
Die Fadenstruktur ist locker und weich. Um so erstaunlicher ist es, daß das Garn sich bis zu 4 mal ohne Qualitätsverlust ribbeln läßt. Doch ganz ohne Nebeneffekt bleibt die Zartheit des Materials nicht: Während Abstricken und Ribbeln gut vertragen werden, ist der Zugwiderstand trotz des Seidenanteils in dieser Lauflänge relativ niedrig. Der Faden kann manchmal reißen, wenn beim Maschenanschlag die Masche zu ruckartig um die Nadel geschlossen wird, oder die letzte Schlaufe beim Abketten gezogen wird, oder zum Beispiel aus Versehen beim Abrollen des Garns ein Gegenstand auf dem Faden liegt.
Die Strickbarkeit ist angenehm und unproblematisch. Wie Kauri WW und die beiden Rimu-Garne flust Kauri FW in keiner Weise.
Die Oberfläche des Gestricks ist weich, trotz des dicken Flaums wirkt sie federleicht und streichelt zärtlich die Haut. Das Maschenbild ist von vorbildlicher Gleichmäßigkeit und selbst Maschen, die bei anderen Garnen nicht immer gelingen (z. B. überzogene Abnahmen) fügen sich spielend ein. Die großzügige, fast verschwenderische Präsenz des Flaums belohnt Lockerstricker mehr als Feststricker, die hier bei der Musterwahl vorsichtiger sein müssen, damit Strukturen nicht breiig werden. Bemerkenswert ist die sehr große Elastizität.
Empfohlen wird eine Nadelstärke von 3 mm, die ich selbst für Normalstricker eher als Mindestanforderung betrachten würde.
Im Gegensatz zu der WW-Variante, die der Inspiration keine Grenzen auferlegte, ist Kauri FW ein deutlicher positioniertes Garn, das sich klassisch-konservativ gibt. Trotz der eher weiblichen Orientierung ist es für männliche Kleidungsstücke nicht notwendigerweise ungeeignet, dürfte sich aber jugendlich-modischen Interpretationen verweigern.
Farbpalette und Bezugsquellen sind wie immer auf der Seite von Lanamania zu finden.

Probe 1: Glatt rechts

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Probe 2: Muster 4 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 3: Lupinenmuster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Muster aus dem Modell 12, Phildar-Heft Nr. 128, S. 20

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Probe 5: Amphoren-Muster

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Probe 6: winziges Schachbrett-Muster mit dem letzten Garnrest …

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Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Zealana Performa Rimu (FW)

Vor einigen Tagen habe ich Rimu in der Stärke DK vorgestellt und bereits erwähnt, daß bei diesem Garn - trotz identischer Zusammensetzung und den damit verbundenen Konstanten einiger Eigenschaften - je nach Lauflänge erhebliche Unterschiede in Qualität, Strickverhalten, Ergebnis und Verwendbarkeit bestehen.
In der Fingering Weight-Version erinnert die Verzwirnung optisch zunächst an die Garne der 70er Jahre und wirkt eher unspektakulär bis rustikal. Schon beim ersten flüchtigen Hinsehen fällt auf, daß Lauflänge und Fadendicke in keinerlei Zusammenhang stehen. Die empfohlene Nadelstärke von 3 mm, die bei anderen Garnen angesichts der 153 m/40 g als utopisch gelten müßte, ist für Feststricker in diesem konkreten Fall sogar zu niedrig gegriffen und muß vielleicht je nach Muster auch für Normalstricker erhöht werden. Dies ist leicht zu erklären: Rimu FW mißt im nicht gespannten Zustand 1,5 mm Durchmesser, und dieses Volumen ist für die Wahl der geeigneten Nadelstärke ganz entscheidend. Wird Rimu FW zu fest gestrickt, wird der Flaum zerdrückt, erstickt und ergibt eine filzige, brettartige und wenig reizvolle Oberfläche. Damit sich die Weichheit und Fülle des Materials voll entfalten können, ist es ratsam, etwas lockerer zu stricken, als man es üblicherweise tut. Diesbezügliche Bedenken, das Maschenbild könnte darunter leiden, sind überflüssig: Rimu FW führt selbst sehr locker gestrickt zu einem “wie maschinengestrickt”-Ergebnis.
Obwohl der Faden in seiner Struktur sehr weich und locker ist, verträgt er das Ribbeln tadellos über mehrere Male. Erstaunlicherweise flust das Garn weder beim Stricken noch beim Ribbeln.
Das Gestrick ist unabhängig von Strickgewohnheiten und Muster sehr elastisch und formbar. Der Flaum ist optisch und haptisch überwältigend und macht aus Rimu in dieser Variante ein eher weibliches Garn mit sehr klassischer Wirkung. Die Farbpalette ist mit derjenigen der DK-Variante identisch. Zu feine Muster verschwinden im Meer aus kuscheligen Härchen und so sind glatte Flächen, aber auch Zopf- und Lochmuster besonders zu empfehlen.
Rimu FW ist eher ein Garn der leisen Töne, bei dem das Bewußtsein von der Kostbarkeit der Fasern und der Genuß des Tragekomforts Vorrang vor einer demonstrativen Außenwirkung haben.
Auf Lanamania, die uns hier ermöglicht, diese Garne kennenzulernen, sind die Bezugsquellen zu finden.

Probe 1: Glatt rechts mit NS 3 und 3,5 mm SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Lochmuster aus Modell 48, S. 76 des Filati-Hefts Nr. 43 SCHON ANGEFORDERT!

Zealana-RimuFW-02

Probe 3: Muster 9 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

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Probe 4: Lindenblattmuster SCHON ANGEFORDERT!

Zealana-RimuFW-04

Probe 5: Lochmuster aus dem Modell 32, Phildar-Geschenkheft 1983 SCHON ANGEFORDERT!

Zealana-RimuFW-05

Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Zealana Performa Kauri (WW)

Die Kauri-Bäume sind der Inbegriff Neuseelands. Sie gehören zu den ältesten Baumarten der Welt und sind ein identitätsstiftender Bestandteil der Maori-Mythologie. Wenn ein Garn also diesen stolzen Namen tragen darf, dann ist zu vermuten, daß es in der neuseeländischen Vorstellung mit entsprechenden Erwartungen und Ansprüchen verbunden ist. Wie Rimu wird Kauri in unterschiedlichen Stärken angeboten. Um der Abwechslung willen beginne ich diesmal mit der dickeren Variante: “Worsted Weight”.
Wie der Baum, der bei seiner Namensgebung Pate stand, erscheint das Garn zunächst unspektakulär. Das Knäuel ist fest, weich und stimmig. Der Faden wirkt zeitlos und doch modern. Für die Lauflänge von 86 m/50 g ist die empfohlene Nadelstärke von 4,5 mm sehr gut ausgesucht. Die Verzwirnung ist sehr ausgewogen und von zuverlässiger Selbstverständlichkeit.
Dieser Eindruck bestätigt sich auch beim Stricken. Das Garn strickt sich mit jeder Nadelqualität mühelos und ist dank der raffinierten Zusammensetzung (60 % neuseeländischer Merino-Wolle, 30 % Fuchskusu, 10 % Seide) sogar für Anfänger geeignet, denn es gleicht kleinere Ungleichmäßigkeiten wieder aus. Die Fadenqualität ist bemerkenswert: Kauri kann beliebig oft geribbelt werden.
Das Gestrick ist fest, dennoch angenehm elastisch und unglaublich weich. Was zunächst wenig aufregend und überraschungsfrei erschien, erweist sich nun als ein begeisterndes, da unbegrenzt vielseitiges und sehr hochwertiges Material, das allen Ansprüchen an ein zeitgemäßes Garn gerecht wird. Es unterstützt jede Art von Mustern und kann sowohl für einen überdimensionalen modernen Loop, einen gemütlichen Aran-Pullover, eine elegante Jacke, einen sportlichen Herrenpullover oder Wohnaccessoires verwendet werden. Es paßt sich alters- und geschlechterübergreifend jedem Kleidungsstil an und beschenkt außerdem mit einem unbeschreiblichen Tragekomfort. Dieses Garn nimmt sich zunächst hinter das Projekt zurück, das es aber letztlich auf charmante Weise unterstreicht und bereichert. Erst wenn das Strickstück fertig ist, entfaltet sich Kauris ganze Schönheit und ganz eigene Haptik.
Die Farbpalette ist leider etwas einseitig und könnte moderner gestaltet sein. Auf der Seite von Lanamania sind die Bezugsquellen zu finden.

Die Kamera verwandelt den Flaum leider in einen milchigen Schleier. In Wirklichkeit kommen die Strukturen der Muster aber wesentlich besser heraus, und das Garn ist wesentlich leuchtender, als hier gezeigt werden kann.

Probe 1: Glatt rechts in NS 4,5 und 5 mm SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Muster 19 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Muster vom Modell 6 aus Linea Rossa Nr. 6, S. 21

Zealana-KauriWW-03

Probe 4: Muster L15 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden.

Zealana-KauriWW-04

Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

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Zealana Performa Rimu (DK)

Unsere gemeinsame Reise durch die Welt der Garne hat uns schon in recht entfernte Länder geführt. Mit den Produkten der Marke Zealana entdecken wir nun dank Lanamania einen weiteren Teil der südlichen Halbkugel und die ungewöhnlichen Fasern, die er uns schenkt: Neuseeland.
Rimu gibt es in unterschiedlichen Lauflängenvarianten, die  – so viel sei an dieser Stelle verraten - sich trotz einer identischen Zusammensetzung sehr unterscheiden. Die Variante, die ich heute vorstelle, ist die Double Knit Weight.
Rimu DK besteht aus 60 % neuseeländischer Merino-Wolle und 40 % Fuchskusu-Haaren.
Das Knäuel fühlt sich fest und trocken, dennoch weich an und macht zunächst insgesamt einen bodenständigen Eindruck. Der Faden wirkt in seiner Verzwirnung sehr konservativ und deutlich voluminöser als den Zahlen von 128 m/50 g zu entnehmen ist. Ein Nadelstärkenbereich von 3,5 bis 4,5 mm erscheint ratsam, zumal das Material auf keinen Fall zu fest gestrickt werden sollte: Der Faden muß noch genügend Platz haben, um nach der Verarbeitung aufblühen zu können.
Obwohl der Faden am Knäuel eher durchschnittlich erscheint, ist die Oberfläche des fertigen Gestricks außergewöhnlich flaumig. Die Arbeit ist angenehm und unkompliziert und Rimu läßt sich spurlos aufribbeln. Es scheint ohnehin für ein so weiches Garn sehr strapazierfähig zu sein.
In dieser Variante eignet sich Rimu in erster Linie für wenig detailreiche Muster. Strukturmuster sind bei klaren Linien trotz der sehr flaumigen Oberfläche nicht unmöglich, sollten aber entsprechend ausgesucht werden, denn das Maschenbild neigt sonst dazu, zu verwischen. Die an sich sehr schöne Fadenform wird dann unterdrückt, die Konturen werden breiig. Zöpfe und größere Lochmuster kommen gut heraus, doch letztendlich lebt Rimu von der Schönheit seines Flaums, die immer im Vordergrund stehen sollte.
Das Gestrick bekräftigt in einem Punkt den ersten Eindruck: Rimu wird allen gefallen, die eine konservative und zeitlose Optik jenseits der Modetrends schätzen. Hierfür spricht auch die aktuelle Farbpalette, die dem vielseitigen Wunsch nach gedeckten geheatherten Farben entspricht. Dieses Material gibt sich als zuverlässiger und beständiger Partner, was durchaus den Preis von ca. 11,20 bis 13,50 € (je nach Anbieter) erklärt.
Danke noch einmal an Lanamania für die Gelegenheit, diese ungewöhnlichen Garne zu testen!!

Probe 1: Glatt rechts mit NS 3, 3,5 und 4 mm SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 2: Flechtmuster

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Probe 3: Lochrippenmuster SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Lochmuster, Modell 19 aus Filati, Ausgabe 44, S. 68

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Probe 5: Kreuzstrichzopf

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Hier ist die Farbe am besten zu sehen.

Zealana-RimuDK-06

Hier der weiche Flaum

Zealana-RimuDK-07

Wie immer lasse ich Euch die Proben auf Wunsch gerne zukommen. Wenn ich Eure Anschrift schon kenne, genügt ein Kommentar. Andernfalls benötige ich eine eMail mit Eurer Adresse.

Meine Meinung:

Finkhof Merino dünn

Die Idee, dieses Garn zu rezensieren, verdanken wir Anke. Sie hat es bereits mehrmals gestrickt, und ihre Begeisterung hatte mich neugierig gemacht. Nachdem Anke vor einigen Wochen eine wunderschöne Kissenhülle zeigte, gab ich eine Probebestellung von insgesamt vier Garnsorten auf.
Hierzu muß kurz erklärt werden, daß es sich bei Finkhof nicht um eine Marke im eigentlichen Sinne, sondern um eine Schäfereigenossenschaft handelt, bei der Selbsttreue und Ursprünglichkeit im Vordergrund stehen. Die Garne tragen keine Namen, sondern werden ganz einfach als das bezeichnet, was sie sind - hier als Merino dünn. Diesen Strang bestellte ich in der Farbe “natur”, die passender nicht beschrieben werden könnte.
Schon beim Umwickeln des Strangs spürt man, wie warm das Garn ist. Die Wärme überträgt sich sofort auf die Hände. Dies liegt an der Verzwirnung, die kleine Luftpolster im Innern des Fadens bildet. Der Strang durftet nach warmem Stall und fühlt sich trocken und griffig an.
Die Darstellung auf der Homepage von Finkhof und die Lauflängenangaben täuschen ein wenig: Der Faden ist bei weitem nicht so dünn, wie man glauben könnte. Bemerkenswert ist übrigens die Tatsache, daß die Banderole keine Lauflängenangabe oder Nadelstärkenempfehlung sowie keine Pflegehinweise aufweist (sie befinden sich allerdings auf der Homepage und im mitgelieferten Katalog). Der Faden fühlt sich beim Anschlagen fest und überraschend rauh an. Während des Strickens wirkt er leicht haftend, da er sehr trocken und stumpf ist. Die wohltuende und umhüllende Wärme, die vom Material ausgeht, ist auch während der Arbeit deutlich zu spüren und sehr tröstlich und angenehm. Das Garn kann beinahe mit jeder beliebigen Nadelstärke verarbeitet werden, wobei ein Bereich von 3 bis 4 mm für die meisten Muster sinnvoll erscheint. Der Faden verträgt das Ribbeln gut und verliert dabei lediglich kurzfristig an Volumen. Ruht er aber ausreichend lange, findet er zu seiner ursprünglichen Beschaffenheit zurück.
Die Arbeit mit diesem Garn erfordert eine kleine Eingewöhnungsphase: Aufgrund der Eigenschaften des Fadens wird das Stricken zunächst etwas verlangsamt, was allerdings nicht von Nachteil sein muß, denn selbst erfahrene Strickerinnen werden so dazu angeregt, bewußter zu stricken und jenseits der schnellen und zwanghaften, garnkilometerverschlingenden Herstellung des Strickstücks die besinnliche und entschleunigende Seite ihres Hobbys neu zu entdecken.
Das Strickergebnis ist widersprüchlich und dies ist einer der interessantesten Aspekte dieses Materials. Obwohl die Maschen (insbesondere die linken) auf der Nadel wie verwaschen aussehen und das Maschenbild in Glattrechts einen verwunschen-romantischen Charakter hat, kommen Strukturmuster einwandfrei zur Geltung. Betrachtet man das Gestrick aus der Nähe, wirkt es wie gezeichnet und erinnert optisch an einen Ölkreidestrich. Aus der Entfernung aber wird es immer plastischer und präziser.
Es ließe sich darüber streiten, ob dieses Garn anfängertauglich ist oder nicht. Einerseits strickt es sich mit jeder Nadelqualität unproblematisch, andererseits ist es kein Material, das sich auf Anhieb erschließt. Es erfordert schon eine gewisse Fadenbeherrschung, und man muß sich diese Freundschaft zunächst erobern. Ist dies geschehen, belohnt es die verlangte Aufmerksamkeit und gleicht kleine Sorgfaltsmängel wieder aus.
Es beschenkt mit sehr individuellen Strickstücken voller Wärme und leichtfüßiger Geborgenheit.
Nicht unerwähnt bleiben sollte der absolut winzige Preis, der zum einen angesichts der Qualität, zum anderen aber auch angesichts des fast unglaublich kleinen Verbrauchs schlichtweg traumhaft ist. Neben natürlichen Garnfarben bietet Finkhof auch viele Färbungen auf natürlicher Basis, was die Vielseitigkeit dieses Produkts noch erhöht.
Finkhof Merino dünn hat nichts mit dem gemein, was wir uns heute für gewöhnlich unter “Merino” vorstellen und schon deshalb lohnt es sich, es zu entdecken. Einzige Einschränkung: Das Garn ist für Menschen mit empfindlicher Haut wenig geeignet. Allerdings wäre es zu schade, es “nur” für Kleidung zu verwenden, denn es kann viel mehr als das und gibt einem Wohnaccessoire das gewisse Etwas., das industriell gefertigte Garne niemals erreichen können.

Eine bemerkenswerte Lauflänge … Hier ist die Farbe übrigens am besten zu sehen.

Finkhof-Merino-dünnStapel

Probe 1: Glattrechts SCHON ANGEFORDERT!

Finkhof-Merino-dünn-01

Probe 2: Muster 42 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 3: Muster 6 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 4: Muster L8 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 5: Krausrechts

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Probe 6: Muster “Pique” der Mlle Riego SCHON ANGEFORDERT!

Finkhof-Merino-dünn-06

Probe 7: Muster 23 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

Finkhof-Merino-dünn-07

Probe 8: Muster “Square Shawl” der Mlle Riego

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Probe 9: Muster L33 aus den “Alten deutschen Lochmustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

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Probe 10: Muster 33 aus den “Alten deutschen Piqué-Mustern”. Die Datei hierzu kann HIER heruntergeladen werden. SCHON ANGEFORDERT!

Finkhof-Merino-dünn-10

Probe 11: Rippenmuster

Finkhof-Merino-dünn-11

ALLE PRÖBCHEN SIND WEG!

Meine Meinung:

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